DSL-Paket mit Surfstick – Lohnenswert oder unnötig?

Erinnern Sie sich noch an Internet-Cafés? In der digitalen Steinzeit waren diese meist etwas schmuddeligen Etablissements für viele die einzige Möglichkeit, online zu gehen. Für die meisten war das auch ausreichend, denn viel zu sehen gab es ja noch nicht im Internet. Das hat sich in den vergangenen 15 Jahren rasant geändert – am liebsten wären wir rund um die Uhr im Netz, um Mails abzurufen, die eigenen Einträge bei sozialen Netzwerken zu überprüfen oder um zu chatten.

Eine wichtige Neuerung der letzten Jahre war deshalb der Ausbau des UMTS-Netzes, das schnelle Datenübertragung in Mobilfunknetzen erlaubt. Mit einem sogenannten Surfstick kann jeder diese Netze kostengünstig und komfortabel nutzen. Doch was gilt es bei der Auswahl des richtigen Surfsticks zu beachten? Ein Surfstick Vergleich kann hier aufschlussreich sein.
Die meisten Anbieter von Surfsticks bieten mittlerweile günstige Tages-, Wochen- und Monatsflatrates an, die mittels Prepaid-Karte bezahlt werden und deshalb auch nicht zu unliebsamen und kostenintensiven Überraschungen führen können. Die Preise sind naturgemäß im Prepaid-Bereich etwas höher als mit einem festen Vertrag, aber die Preise können sich dennoch sehen lassen. So kostet eine Tagesflatrate meist zwischen 1,99 Euro und 2.99 Euro.
Als Beispiel kann hier das Tarifmodell des RTL Surfsticks dienen. Dort kosten 12 Stunden 1,99 Euro und sieben Tage 8,99 Euro. Die Monatsflatrate ist für 19,99 Euro zu haben. Allerdings zeigt der RTL Surfstick Test, dass es auch Nachteile gibt: So ist – wie übrigens bei allen Prepaid-Anbietern – das Datenvolumen begrenzt.

Mittlerweile müssen viele Kunden den Surfstick nicht mehr extra kaufen, sondern bekommen ihn als Teil eines DSL-Pakets von ihrem Internetanbieter überlassen. So bietet die Deutsche Telekom diverse DSL-Pakete an, die einen Surfstick enthalten. Damit kann der Kunde die Wartezeit überbrücken bis sein DSL-Anschluss freigeschaltet ist. Auch danach kann der Surfstick so weiterbenutzt werden wie es oben beschrieben ist. Die meisten Surfsticks, die in den Umlauf gelangen, sind übrigens SIMlock-frei – man kann also den Surfstick als reines Modem benutzen und sich für eine SIM-Karte des Anbieters mit dem besten Tarifangebot entscheiden. Sinnvoll ist so ein Surfstick allemal, denn nicht überall hat man Zugriff auf ein WLAN. Ein Surfstick bietet hier die komplette Unabhängigkeit – im Auto, auf dem Campingplatz oder wo immer sonst der Bedarf nach mobilem Surfen besteht. Es genügt ausreichend starker Handyempfang und das googeln, twittern oder facebooken kann losgehen.

Bekommt man den Surfstick also zusammen mit einem neuen DSL-Paket angeboten – kostenlos oder für einen günstigen Preis – sollte man zugreifen, zumindest wenn man ein Net- oder Notebook besitzt oder in absehbarer Zeit anschaffen will. Bei der Auswahl des geeigneten Mobilfunkanbieters sollte man aber nicht nur die Preise, sondern auch andere Punkte beachten: Ist das angebotene Datenvolumen ausreichend? Ist die Netzabdeckung gut genug? Achtung: Eine günstige Tagesflatrate kann schnell teurer sein als ein volumenbasierter Tarif, wenn man regelmäßig erst spät in der Nacht ins Netz geht und die Tagesflatrate dann nach 30 Minuten zu Ende ist. Fairer sind hier Tarife, die nach der Einwahl für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stehen.

© blende40 – Fotolia.com